Dienstag, 7. Juli 2015

Zusammen isst man weniger allein, oder: Kokos-Gurkensalat mit Räucherforelle und Pfeffer-Reis-Topping


Ich könnte jetzt sagen, dass es am Küchentisch liegt. An meinem Küchentisch, der gleichzeitig mein Arbeitsplatz ist. Das würde auf jeden Fall besser klingen als: „Mein Rechner läuft beim Essen.“ Ich meine damit nämlich nicht, dass er einfach noch an ist. Ich bin an – ihm dran. Nicht so – nein. Aber zum Beispiel auf diesem Blog. Woanders. Manchmal läuft ein Film.
Eine Foodbloggerin, die sich nicht auf ihr Essen konzentriert. Das ist in etwa so, als würde die Kanzlerin erklären, sie schlafe am besten im Parlament. Sowas geht nicht. (Und wenn doch, sagt man das bitte nicht laut.)

Aber es ist Realität – zumindest, solange ich mit meinem Essen alleine bin. Bin ich beim Kerl, mit anderen unterwegs, ist das überhaupt kein Problem. Dann ist mein Essen mein Essen und es gibt nichts Schöneres auf der Welt.

Und ich weiß ja, dass das besser ist. Dass man „achtsam“ sein soll mit sich und seiner Nahrung. In Ruhe, im Sitzen, bewusst. Ich weiß, dass das auch für alles andere gilt. Und manchmal denke ich sogar dran. Dann, wenn einer dieser Kracher auf dem Teller liegt. Eins dieser Gerichte, das so uneingeschränkt präsent ist, dass nichts anderes zählt.
Stäbchen helfen dabei. Und Fischsauce.




Kokos-Gurkensalat mit Räucherforelle und Pfeffer-Reis-Topping

nach Hans Gerlach via Valentinas Kochbuch

Zutaten für eine Person als Hauptmahlzeit, für zwei als Beilage

TOPPING
1 EL Reis (hier: hälftig Basmati, hälftig Venere; original: 2 EL)
½ TL schwarze Pfefferkörner (original: 1 TL)
¼ TL Rohrohrzucker (original: brauner, davon eine Prise)

SAUCE
100 ml Kokosmilch
1 TL Limettensaft (original: Zitronensaft)
2 EL Fischsauce

SALAT
1 Schlangengurke (Bio)
16 Blättchen Minze (wahlweise Thaibasilikum)
Salz

AUSSERDEM
1 Räucherforellenfilet


So geht's
Fürs Topping Reis und Pfefferkörner in einer kleinen Pfanne ohne Fett drei Minuten rösten. Möglichst fein mörsern und mit Zucker mischen.
Fürs Dressing Kokosmilch, Limettensaft und Fischsauce in einem Topf (wahlweise: derselben Pfanne; man ist ja sparsam) lauwarm erhitzen und bei Bedarf mit Salz abschmecken.

Die Gurke gründlich abspülen und abtrockenen, längs halbieren und in schmale Halbkreise schneiden (Wer keine Bio-Gurke erwischen konnte, schält sie besser. Sollte das Innere sehr wässrig-kernig sein, entfernt man es besser. Bei meiner war das kein Problem.). Kräuter abspülen, trockentupfen und in dünne Streifen schneiden.

Gurke in einer Schüssel mit dem Dressing übergießen und mit Kräutern und Reis-Topping bestreuen. Dazu: Zerzupftes Räucherforellenfilet.

Kommentare :

  1. Blöde Frage, aber knirscht der geröstete Reis nicht furchtbar beim Kauen?

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    1. Nö, geht. Ein Großteil weicht das reichhaltig bemessene Dressing auf :).

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  2. Ich esse auch höchst ungern allein, greife dann allerdings lieber zu einem Buch oder Kochbuch, aber im Prinzip ist das ja das Gleich in Grün.
    Dein Salat tönt auf jeden Fall köstlich! :-)

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    1. All die (Koch-)Bücher und Zeitungen habe ich bewusst unterschlagen.. *seufz*

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